|
Presseerklärung der Bürgerinitiative „Saubere Energie“ vom 12.11.2009 Wasserverbände Nord sind tief besorgt um das Grundwasser. - CCS birgt große Risiken für das Lebensmittel Nr. 1, unser Trinkwasser.Die Wasserverbände Nord in Schleswig Holstein haben in einer gemeinsamen Presseerklärung ihre Bedenken gegen eine Lagerung von CO2 im Untergrund geäußert. Sie rufen alle deutschen Wasserunternehmen zur Stellungnahme und zu aktivem Handeln gegen die unterirdische CO2-Verpressung auf. Es sei nicht statthaft, im Namen des Klimaschutzes die Lebensgrundlagen von Hunderttausenden Menschen in Gefahr zu bringen. CCS heißt Abscheidung und Speicherung von CO2. CCS ist zugleich das Zaubermittel, mit dem die Energieversorger ihre schmutzige Kohle in "grüne Kohle" verwandeln wollen. Das Verfahren wird zur Zeit erprobt, ist aber noch lange nicht marktreif. Das abgeschiedene CO2 muss Tausende von Jahren sicher in der Erde verbleiben, wenn das aufwendige Verfahren einen Sinn ergeben soll und dem Klimaschutz wirklich dienen kann. In Schleswig Holstein und nicht nur dort hat die RWE-DEA erste Anträge gestellt, um die Eignung des Untergrundes für die Speicherung von CO2 zu erproben. Das Gas aus Kohlekraftwerken soll von Nordrhein-Westfalen über das Emsland durch eine Pipeline nach Schleswig Holstein transportiert werden. Die RWE-DEA hat für die CO2 Endlager übrigens den verharmlosenden Namen "Klimaschutzspeicher" erfunden. Zur Zeit werben die Energieversorger in großen Anzeigen für diese Technologie, die unbekannte Risiken birgt. CCS ist teuer und vermindert die Effizienz eines Kohlekraftwerks erheblich. Die Landesregierung in Schleswig Holstein hat die unterirdische Speicherung des Klimakillers Kohlendioxid im Land im Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP abgelehnt. Die als mögliche Speicherstätte gesuchten Salinen Aquifere gibt es auch in unserer Region. Die Wasserverbände Nord machen sich nun ernsthafte Sorgen um die Auswirkungen dieser möglichen Speicherung auf die Trinkwasserversorgung. Sie befürchten, dass das CO2 unkontrolliert aufsteigen kann und das Trinkwasser übersäuert und mit Giftstoffen verunreinigt, die aus dem Verbrennungsprozess noch im Gas enthalten sind. Prof. Dr. Olav Hohmeyer (Mitglied im Weltklimarat und im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung) unterstützt die Wasserverbände in ihrer Besorgnis. Seinen Äußerungen ist nichts mehr hinzuzufügen: "Da Norddeutschland hervorragend für die Deponierung von CO2 geeignet scheint, könnte es bald das CO2-Klo Europas werden. Wollen wir das wirklich? Schließlich gibt es saubere Alternativen. Die Politik muss endlich die Versorgung aus regenerativen Energiequellen zu 100 Prozent sicherstellen. Weiter Informationen unter http://www.wv-nord.de Für Rückfragen: Jan Deters-Meissner, Eichenstraße 23, 26892 Wippingen +49 4966 914923 oder +49 175 4476393
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst JavaScript aktivieren, damit du sie sehen kannst
http://www.saubere-energie-doerpen.de
|