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BI nimmt die Einladung von Landrat Bröring an Drucken E-Mail

Presseerklärung der Bürgerinitiative „Saubere Energie“ vom 08.11.2009

Klimaschutzinitiative ist es wert, dass sie Erfolg hat. Dazu gehört: Kein Kohlekraftwerk in Dörpen BI nimmt die Einladung von Landrat Bröring an.

Landrat Hermann Bröring hat in einem Interview mit der Ems-Zeitung angekündigt, dass der Landkreis Emsland im nächsten Jahr eine Klimaschutzinitiative starten werde. Dazu soll 2010 die erste Emsländische Klimakonferenz, offen für alle Gruppen, stattfinden. Die Einladung zu dieser Konferenz nehmen wir gerne an.

Einen Vorschlag zur CO2-Einsparung hat Herr Bröring in seinem Interview auch schon gemacht. Er will den CO2 -Ausstoß der Dienstwagenflotte des Landkreises senken, das sind zur Zeit 210 Tonnen pro Jahr.

Wenn er diesen Wert auf die Hälfte senken könnte, dann wäre das eine stolze Leistung, aber in Wahrheit ist dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn gleichzeitig befürwortet und unterstützt Herr Bröring die Ansiedlung eines Kohlekraftwerks in Dörpen, dass jährlich weit über 5 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre entsorgen wird.

Herrn Bröring geht es nach eigener Aussage nicht um globale Probleme, sondern darum, was die Emsländer zum Klimaschutz beitragen können. Wenn dem so ist, dann sollte sich der Landrat auch den konkreten lokalen Problemen zuwenden und den CO2-Ausstoß an der Quelle bekämpfen.

Wie viel Mühe wird dem Einzelnen abverlangt um einige Kilogramm CO2 zu sparen, um damit dem Klimawandel zu begegnen, und gleichzeitig werden durch ein überflüssiges Kraftwerk hier vor Ort Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre entsorgt. Wird das Kraftwerk in Dörpen gebaut, dann hat die Klimainitiative des Landkreises tatsächlich nur noch Alibifunktion.

Wenn Herr Bröring also jetzt den Klimaschutz als Aufgabe ansieht und es für ihn mehr ist, als eine Zeitgeistströmung, wie er noch im Februar 2008 sagte, dann sollte der erste Schritt sein: Stopp der Planungen für das Kohlekraftwerk in Dörpen. Die Verhinderung der Produktion von 5 Millionen Tonnen CO2 wären doch ein guter Anfang für die Klimaschutzinitiative Emsland.

Brörings zum wiederholten Male vorgebrachtes Argument, Dörpens Kraftwerk werde nur alte Kraftwerke ersetzen, ist längst widerlegt. Die Bundesnetzagentur geht in ihrem Monitoringbericht 2008 auf Grund von Umfragen bei den Unternehmen davon aus, dass zwischen 2008 und 2020 Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 7.756 MW außer Betrieb genommen werden. Dabei sind derzeit in Deutschland Kohlekraftwerke mit einer elektrischen Leistung in Höhe von über 30.000 MW in Planung, 11.400 MW sind bereits im Bau. Von einem Ersatzbau in Dörpen kann also keine Rede sein.

Dem Klimaschutzziel diente es auch, wenn die erneuerbaren Energien schnellstmöglich die CO2-Erzeuger ersetzen könnten. Auch dazu könnte der Landrat einiges beitragen, wenn er denn wollte.

Haren wartet derzeit auf die Ansiedlung eines Rotorenwerkes für Windkraftanlagen mit geplanten 1.000 Arbeitsplätzen. Diese werden nicht realisiert, wenn in Dörpen weiter am Bau eines Kohlekraftwerkes festgehalten wird. Und in einer aktuellen Meldung weist der Hauptverband der deutschen Bauindustrie darauf hin, dass sich der Ausbau der erneuerbaren Energien für die
Bauindustrie und die Baustoffhersteller zu einem Zukunftsmarkt mit großen Wachstumspotenzialen entwickeln wird.

Brörings Klimaschutzinitiative ist es wert, dass sie Erfolg haben möge. Herr Bröring hat festgestellt, dass „das Thema Klimawandel durch die Diskussion um das KKW Dörpen mehr in den Fokus geraten“ ist. Die BI Herrn Bröring auf, seine gute und wichtige Klimaschutzinitiative damit zu beginnen, dass er das Aus für den Klimakiller in Dörpen verkündet.

Für Rückfragen:
Jan Deters-Meissner, Eichenstraße 23, 26892 Wippingen
+49 4966 914923 oder +49 175 4476393
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst JavaScript aktivieren, damit du sie sehen kannst
http://www.saubere-energie-doerpen.de

 
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"KEIN KOHLEKRAFTWERK IN DÖRPEN!"