Landkreis Emsland vom 06.08.2007 Gute Resonanz auf CO2-ProjektMeppen.„Jeder kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Manchmal fehlt lediglich ein Anstoß, und den geben wir mit unserem Angebot“, erläutert Landrat Hermann Bröring den Grund für das Projekt CO2-Reduktionszertifikate für private Haushalte und öffentliche Gebäude. Klimaschützer erhalten von EWE und vom Landkreis Zuschüsse für die Energieberatung (Einfamilienhaus 300 Euro/Zweifamilienhaus 500 Euro) und eine Vergütung für eingesparte Energie (je Tonne CO2 20 Euro jährlich für drei Jahre). Aktuelle Zahlen liegen nun vor:Inzwischen haben insgesamt 131 Interessenten angefragt (Stand 31. Juli 2007). 104 der bislang 111 ausgegebenen Gutscheine wurden eingelöst, davon 89 für Einfamilienhäuser (je 300 Euro) und 22 für Zweifamilienhäuser (je 500 Euro). Von den 104 Gutscheinen sind derzeit 77 in Energieberatungsverträge gemündet, d.h. dort sind Beratungen durchgeführt und Modernisierungsvorschläge geprüft worden, durch die der CO2-Ausstoß nachhaltig reduziert werden kann. „Diese gute Resonanz zeugt von der Aufgeschlossenheit der Bevölkerung gegenüber neuen Ideen und Ansätzen, um Energie einzusparen. Sie zeugt auch von der Bereitschaft, sich selbst dann zu beteiligen, wenn dadurch eine Mitwirkungspflicht entsteht“, betont Bröring.Insgesamt 150 Energieberatungen sollen finanziert werden. Als Modellregion wurden die Samtgemeinden Sögel und Werlte ausgewählt. Sögel und Werlte kamen in die Wahl, weil hier wegen der bestehenden Kundenbeziehung zu EWE und der Nähe zum 3N Kompetenzzentrum (Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe) gute Bedingungen für die Durchführung des Projekts bestehen. Voraussetzung für die Beteiligung ist, dass das Gebäude vor 1990 bezogen wurde. Vor Ort ist 3N Ansprechpartner mit Energieberatern, die die Klimaschützer bei der CO2-Reduktion unterstützen.Das Projektbudget beträgt insgesamt 300.000 Euro, die jeweils zur Hälfte von EWE und vom Landkreis getragen werden.Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.emsland.de und www.3-n.info (Tel. 3N Kompetenzzentrum: 05951/98930. Erdgas- und ErdölmuseumEnergie-Region EmslandDer Landkreis Emsland ist eine Energie-Region, die auf einen breiten Energiemix zurückgreifen kann, was zu einer ausgewogenen und sicheren Energieversorgung im ländlichen Raum beiträgt.Neben zwei Großkraftwerken im südlichen Emsland wird die Bedeutung der Nutzung erneuerbarer Energieträger immer größer. Neben zahlreichen Windenergieanlagen sind in der Region an unterschiedlichen Standorten Biomassekraftwerke und -heizwerke entstanden. Aber auch dezentrale regenerativen Energieerzeugungsanlagen sind im Emsland weit verbreitet.Seit über einem halben Jahrhundert sind aber auch die fossilen Energieträger ein Thema in der Region.Fossile Energie – erneuerbare EnergieUm das Thema „Nachwachsende Rohstoffe“ des Gesamtprojektes in der Region weiter zu kommunizieren, ist die Idee entstanden, das Thema „fossile Energie - erneuerbare Energie“ in Form eines Museums aufzugreifen.Hier wiederum ließe sich die Verknüpfung von umweltpolitischen mit arbeitsmarktpolitischen Zielen, die als Grundidee des Gesamtprojektes definiert werden kann, wieder aufgreifen. Niedersachsen, 16.08.2006 Ausdehnung der ProjektstandorteDie bisherigen Teilprojekte wurden ausschließlich im Nordkreis angelegt und durchgeführt.Die Wahl des Standortes bei der Durchführung eines Teilprojektes „Errichtung eines Erdöl- und Erdgasmuseums“ ist auf das mittlere Emsland (GemeindeTwist) gefallen, um so auch Kunden aus dem mittleren Emsland die Teilnahme am Projekt zu erleichtern.Für die Gemeinde Twist als Projektstandort spricht auch die Tatsache, das es dort einen Heimatverein und einen Erdölmuseum-Förderverein gibt, die als Kooperationspartner für das Teilprojekt zur Verfügung stehen. Auch die Gemeinde unterstützt die Durchführung eines Teilprojektes vor Ort.Im Gegensatz zum Thema Altbausankierung mit nachwachsenden Rohstoffen geht es bei der Errichtung des Gebäudes um den Einsatz von alternativen Baumaterialien bei einem Neubau. Die Auswahl und Verarbeitung der Baumaterialien unter diesen Voraussetzungen ist eine weitere Qualifizierungsmöglichkeit, die den Langzeitarbeitslosen einen Vorteil am Arbeitsmarkt verschafft.MuseumskonzeptionIm Museum sollen Bilder, Objekte und Gegenstände aus dem Bereich der Gewinnung von Erdöl und Erdgas museumsdidaktisch präsentiert werden. Fotos, Schautafeln, Gegenstände und Modelle sollen die Besucher über die Thematik, die in der Region eine so große Rolle spielt, informieren. Doch auch die Endlichkeit der fossilen Energieträger soll im Museum deutlich gemacht werden und dem Besucher die Entwicklungen und Möglichkeiten alternative Energien aufgezeigt werden, um das Bewusstsein für das Thema zu schärfen.Im Gegensatz zum Modellhaus in Werlte, das eher handwerklich ausgerichtet ist und somit Betriebe und Endverbraucher anspricht und informiert, geht es bei dem Museum in Twist um eine Attraktion, die das touristische Angebot in der Region bereichert. Für den Betrieb des Museums sind Arbeitsplätze zu erwarten, die auch für die Zielgruppe der über 50jährigen in Frage kommen.Emissionshandel für Private: Modellprojekt im Emsland
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